Die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft mbH Wuppertal (gwg) besitzt als städtisches Tochterunternehmen und größte Vermieterin in Wuppertal derzeit rund 5.600 Wohnungen, darunter 120 Senioren-Service Wohnungen. Außerdem vermietet sie rund 40.500 m² Gewerbefläche.
Zukunft im Blick – auch in herausfordernden Zeiten
Der Jahresabschluss 2025 zeigt: Trotz anhaltender Herausforderungen – von steigenden Zinsen über den Fachkräftemangel bis hin zu schwierigen Rahmenbedingungen für Wohnungsbau und Klimainvestitionen – konnte die gwg ihre wirtschaftlichen Ziele übertreffen und wichtige Zukunftsprojekte erfolgreich voranbringen.
Möglich wurde die positive Entwicklung durch eine konsequente Unternehmenssteuerung, hohe Anpassungsfähigkeit und vor allem das große Engagement aller Mitarbeiter. Sie leisten täglich einen entscheidenden Beitrag dazu, die gwg wirtschaftlich erfolgreich und zugleich zukunftsfähig aufzustellen. Gleichzeitig investiert die gwg gezielt in die Fachkräftesicherung von morgen und setzt mit einer Ausbildungsquote von 10,6 % zum 31. Dezember 2025 ein klares Zeichen für Nachwuchsförderung und langfristige Unternehmensentwicklung. Wie bereits im Vorjahr liegen die zentralen betriebswirtschaftlichen Kennzahlen über Plan.
Kennzahlen zum Jahresabschluss
Das Wirtschaftsjahr 2025 schloss mit einem Gewinn von rund 1,3 Mio. € (Vorjahr 0,2 Mio. €). Gegenüber dem Plan ergibt sich eine Verbesserung um 0,9 Mio. €. Zwar steigen die Aufwendungen für Personal, Zinsen und sonstige betriebliche Kosten auf 15,6 Mio. € und lagen damit um 0,6 Mio. € bzw. 4,0 % über dem Vorjahreswert. Jedoch haben sich auch die Umsätze aus der Hausbewirtschaftung von 42,5 Mio. € im Vorjahr auf 44,3 Mio. € in 2025 um rund 4,3 % erhöht. Das Rohergebnis ist somit von 24,0 Mio. € in 2024 auf 25,6 Mio. € in 2025 um ca. 6,4 % gestiegen. Das Eigenkapital wuchs leicht um 890 T€. Durch das Bilanzsummenwachstum von 13 Mio. € (+3,4 %) ging die Eigenkapitalquote allerdings von 24,5 % im Vorjahr auf 23,8 % zurück.
Vermietungssituation
Mit einer Leerstandsquote von lediglich 0,6 % erreich die gwg zum Jahresende einen historisch niedrigen Wert und lag weiterhin deutlich unter dem gesamtstädtischen Durchschnitt von 5,5 %. Die hohe Nachfrage nach Wohnraum im Bestand der gwg spiegelt sich auch im Jahr 2025 in einer sehr positiven Vermietungssituation wider. Damit bestätigt die gwg die Attraktivität ihres Wohnungsbestandes sowie ihrer Quartiere. Für die kommenden Jahre geht die gwg von einer weiterhin stabilen Vermietungssituation und einem dauerhaft niedrigen Leerstand aus.
Investitionen in eine nachhaltige Wohnungswirtschaft
In den nächsten zehn Jahren wird die gwg insgesamt rund 319 Mio. € in den Wohnstandort Wuppertal investieren. Davon entfallen rund 264 Mio. € auf die Modernisierung des Bestandes und Maßnahmen der Energiewende.
Großprojekte 2025
Neben der positiven wirtschaftlichen Entwicklung hat die gwg im Jahr 2025 mehrere wichtige Projekte erfolgreich abgeschlossen. Mit dem Wuppertaler Hof und dem WupperTalentZentrum wurden zwei bedeutende Modernisierungsvorhaben für die Stadt Wuppertal fertiggestellt und übergeben. Zudem konnten gemeinsam mit den Wuppertaler Stadtwerken im Rahmen des Projekts „300toZero“ weitere Maßnahmen zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung umgesetzt werden, die künftig rund 280 Tonnen CO₂ pro Jahr
einsparen.
Ein zentrales Vorhaben bleibt der Wohnpark Schellenbeck in Nächstebreck. Hier konnte bereits das erste modernisierte Wohnhaus erfolgreich fertiggestellt und vollständig vermietet werden. Das zeigt die hohe Nachfrage nach modernisiertem und bezahlbarem Wohnraum in Wuppertal. Im ersten Bauabschnitt investiert die gwg rund 30 Mio. € in die umfassende Modernisierung von zwei Hochhäusern. Der Anteil öffentlich geförderter Wohnungen steigt dabei von null auf 60 %. Das Land NRW unterstützt das Projekt mit 13,2 Mio. € Fördermitteln; ausgezeichnet wurde es zudem mit dem „Städtebauplus“-Siegel im Rahmen von KlimaQuartier.NRW.
Die Projekte unterstreichen die Rolle der gwg als verlässliche Partnerin bei der Entwicklung moderner, nachhaltiger und zukunftsfähiger Infrastruktur in Wuppertal.
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