20 Soziale Verantwortung verankern. Ein besonders anschauliches Beispiel für ein solches Ergebnis ist der Bewohnertreff „Oase“ in der Gustav-Heinemann-Straße. Der Treff wurde bereits um die Jahrtausendwende als stabilisierender Anker im Quartier verortet. Das je zu einem Drittel von der gwg, der Diakonie und der Stadt Wuppertal kofinanzierte Projekt steht nicht nur für die fruchtbare Zusammenarbeit von Kommune, sozialem Träger und kommunalem Unternehmen, sondern auch für jene von Quartiersmanagement und Sozialem Immobilienmanagement der gwg wuppertal. Für das Quartier ist die Oase nicht nur ein Treffpunkt, sondern ein Ort der Vermittlung, Beratung und Konfliktprävention. Gerade weil dort niedrigschwellige Kontakte entstehen, kann das Quartiersmanagement früh mitbekommen, wenn sich Probleme abzeichnen. So greifen die Arbeitsbereiche von Laura Harnisch und Matthias Keller zum Wohle der Menschen ineinander. Befragungen und Begehungen aus dem Quartiersmanagement geben beispielsweise Hinweise darauf, wo Menschen vereinsamen oder ihren Alltag nicht bewältigen können. Dann übernimmt das Soziale Immobilienmanagement. Umgekehrt fließen Matthias Kellers Erfahrungen aus dem Einzelfall zurück ins Quartiersmanagement, wenn sich zeigt, dass eine Situation nicht nur eine einzelne Person, sondern eine ganze Hausgemeinschaft betrifft. So etwa wird auf den demografischen Wandel durch den Ausbau barrierearmer Wohnungen und spezieller Senioren-Service-Wohnungen reagiert. Die Probleme, mit denen sich die Mieter:innen an Matthias Keller wenden können, sind so vielfältig wie das Leben selbst. Ebenso breit gefächert ist auch das Unterstützungsangebot der gwg wuppertal – von Konfliktmanagement Wie ist der Zustand der Gebäude, technischen Anlagen, Außenanlagen? Wie zufrieden sind die Mieter:innen? Was fehlt ihnen? Wie möchten sie mit der gwg kommunizieren? Wie sind sie mobil? Mieterbefragungen, die gemeinsam mit dem Institut InWIS quartiersweise jährlich rotierend die Zufriedenheit und die Bedarfe der Bewohner:innen in den Blick nehmen, liefern zu diesen und anderen Fragen wichtige Erkenntnisse, aus denen das gwg-Team kurz- und langfristige Strategien zur Verbesserung der Quartiere ableitet. Dabei arbeitet die gwg auch mit sogenannten ZielgruppenPersonas, um die Bedürfnisse unterschiedlicher Mieterzielgruppen strategisch mitzudenken. Nach Auswertung der Mieter-Rückmeldungen prüft das gwg-Team anschließend bei Begehungen die Situation vor Ort. Wir schauen uns den Zustand der Außenanlagen, Treppenhäuser, Fassaden, Spiel- und Grünflächen an und begutachten die Sauberkeit und Pflege in den Quartieren. Die Beseitigung kleinerer Mängel, die währenddessen auffallen, beauftragen wir direkt, wie die Reinigung verschmutzter Fassaden oder Gehwege. Neben diesen sofortigen werden auch Maßnahmen für die nachhaltige Quartiersentwicklung aufgesetzt – so kommt die Pflanzung neuer Sträucher oder Bäume oder die Installation von Gehwegen und Spielgeräten auf die Agenda oder wir setzen Projekte beispielsweise zu Barrierefreiheit und Mobilitätsangeboten auf. Die Resultate kommunizieren wir über unsere Quartiersbriefe an die Mieter:innen, denn: „Wir befragen die Menschen aus gutem Grund. Es ist uns wichtig, dass sie wissen, dass wir ihre Anliegen ernst nehmen und was aus ihrer Teilnahme an der Befragung konkret entstanden ist“, fasst Laura Harnisch zusammen. › stadt und quartier GEMEINSCHAFT ›
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