Zwei grundlegende Instrumente unserer ganzheitlichen Quartiersentwicklung sind, fest verankert in unserem Immobilienmanagement, das Quartiersmanagement und das Soziale Immobilienmanagement. Zwei unterschiedliche Ansätze, eine Haltung, ein Ziel: Wir übernehmen Verantwortung für unsere Mieter:innen und arbeiten auf zukunftsfähige, stabile Quartiere hin. Laura Harnisch setzt sich als Quartiersmanagerin der gwg wuppertal vorwiegend strategisch und eher im Hintergrund dafür ein, dass die Quartiere prosperieren, während ihr Kollege Matthias Keller, Diplom-Sozialarbeiter Referent Soziales Immobilienmanagement, im direkten Gespräch für ein gutes Miteinander sorgt und in schwierigen Lebenslagen Ansprechpartner für die Mieter:innen ist. Quartiere der Zukunft schaffen wir, indem wir unseren Bestand instand halten, modernisieren und an zeitge- mäße Standards anpassen sowie auf eine langfristige Aufwertung hinarbeiten. „Das ist sozusagen die „technische“ Seite“, sagt Laura Harnisch und verweist für die „zwischenmenschliche Seite“ an ihren Kollegen Matthias Keller. „Gutes Wohnen umfasst natürlich auch die soziale Dimension: die individuelle Lebenslage und das Zusammenleben mit anderen Menschen in einer Nachbarschaft“, sagt Keller. Denn demografischer Wandel, Migration und Integration oder neue Arbeitsformen verändern das Zusammenleben in den Städten. Familie und Beziehungen verändern sich; immer mehr Men- schen leben alleine. Durch Krankheit, Vereinsamung, Schicksalsschläge oder Erwerbslosigkeit bricht oftmals der Halt weg. Wir übernehmen auf vielfältige Weise soziale Verantwortung und sichern die soziale Stabilität in unseren Quartieren. Dabei sind wir für unsere Mieter:innen bei allen Anliegen persönlich da – mit handfester Unterstützung. Über allem steht das Ziel, bezahlbaren Wohnraum zu bieten. Wir wollen soziale Vertreibung vermeiden. Daher werden Großmodernisierungen, wie etwa im Wohnpark Schellenbeck (mehr dazu S. 48), immer auch mit sozialen Maßnahmen verknüpft. Ohne das Soziale Immobilienmanagement wäre es undenkbar gewesen, die Bestandsmodernisierung im Wohnpark Schellenbeck anzugehen. Da die Arbeiten im vermieteten Zustand aus technischen Gründen nicht durchführbar sind, müssen die Menschen etappenweise ihre Wohnungen verlassen. Betroffen sind auch Bewohner:innen, die beispielsweise krank, pflegebedürftig oder nicht mobil sind. Die Bewohner:innen der Siedlung an der Agnes- Miegel-Straße halten die Großmodernisierung überwiegend für erforderlich und sinnvoll, obwohl dies zumindest temporär damit einhergeht, dass sie aus ihrem Zuhause ausziehen müssen. Laura Harnisch verschafft sich regelmäßig systematisch ein genaues Bild davon, wie es in den Quartieren aussieht: 19
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