21 um Sprachbarrieren, kulturelle Unterschiede und individuelle Bedürfnisse auffangen und gezielt helfen zu können. Man kann die Rollen etwas besser verteilen und vier Ohren hören auch mehr. „Ich sitze dann auch schon mal mit am Küchentisch und wir füllen gemeinsam Anträge und Formulare aus.“ Keller und seine Kollegen helfen und finden Lösungen, wenn Menschen ihren Alltag nicht mehr alleine regeln können – wo Post ungeöffnet liegen bleibt, Rechnungen Angst auslösen, wenn Krankheit oder Überforderung dazu führen, dass selbst einfache Dinge kaum noch zu bewältigen sind. „Das Wichtigste dabei ist, den Menschen auf Augenhöhe und mit Respekt zu begegnen“, fasst Matthias Keller zusammen. „Ich freue mich, wenn mir hinterher ein Mieter sagt: ‚Eigentlich hätte ich Sie gar nicht gebraucht.‘“ Vollmachten, Behördengänge, Anträge – das alles gehört zwar dazu, aber nicht als Dauerlösung. Die Philosophie dahinter: Hilfe zur Selbsthilfe, damit Menschen ihr Leben wieder selbst gestalten und in guter Nachbarschaft zusammenleben können, heute und morgen. über Mietschuldenberatung zur Vermeidung von Wohnungsverlusten über Nachbarschaftsprojekte und Mitmachaktionen zur Förderung des Miteinanders bis hin zu interkultureller Arbeit und Beratung älterer Menschen. Um gute Lösungen zu finden, arbeitet die gwg mit lokalen Netzwerkpartnern, der Stadt, sozialen Trägern wie der Caritas oder der Diakonie und anderen Fachdiensten zusammen – sei es, um beim Umgang mit dem Jobcenter zu helfen, altersgerechten Wohnraum zu finden oder einen Streit zwischen Nachbar:innen zu schlichten. Dabei setzt das Team der gwg auf Nähe und Erreichbarkeit: Hausbesuche macht Matthias Keller immer im Tandem mit einer Kollegin,
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