Unternehmensbericht 25/26

Vom Hotel zu modernen Arbeitswelten. Neben Hotel und Altenzentrum diente der Wuppertaler Hof schon immer als Sitz verschiedener öffentlicher Institutionen, darunter die Allgemeine Ortskrankenkasse und das Finanzamt sowie weitere städtische Einrichtungen. 2016 übernahm die gwg den Wuppertaler Hof und vermietet heute rund 6000 Quadratmeter Bürofläche an das Jobcenter Wuppertal AöR und das Gebäudemanagement der Stadt Wuppertal. 1977 2022 2025 Beginn der Sanierungsarbeiten Fertigstellung und Schlüsselübergabe Eröffnung des Altenheims Übernahme durch gwg wuppertal Entscheidung zur Sanierung 2016 2019 Die Arbeit dieser Institutionen ist für viele Tausend Bürger:innen von großer Bedeutung. Entsprechend wichtig sind funktionale und zeitgemäße Arbeitsbedingungen. Aus diesem Grund entschied sich die gwg wuppertal 2019 für eine umfassende Sanierung des Gebäudes. Rund drei Jahre später begannen die Abrissarbeiten. Insgesamt wurden etwa 2300 Tonnen Schutt bewegt und rund 80 Kilometer Kabel verlegt – darunter etwa 40 Kilometer Datenkabel, die die Grundlage für moderne Arbeitswelten bilden. Ende 2025 wurde die Sanierung erfolgreich abgeschlossen und die Schlüssel wurden an die Mieter – das Jobcenter sowie das Gebäudemanagement – übergeben. Ein weiterer Meilenstein in der langen Geschichte dieses Hauses. Immer ein wichtiger Ort. Nach Wiederaufbau und Neueröffnung 1954 waren die schillernden Zeiten des Grandhotels vorbei – jedoch nicht die des Gebäudes. Denn der Wuppertaler Hof blieb ein zentraler Ort der Wuppertaler Stadtgesellschaft. Veranstaltungen aller Art fanden dort statt. Selbst bekannte Persönlichkeiten wie Willy Brandt und Johannes Rau waren zu Gast. Erst Mitte der 70er-Jahre endete der Hotelbetrieb dann endgültig: 1976 gab der letzte Pächter auf und ein Altenzentrum, das bis heute dort zu Hause ist, zog in das Gebäude ein. Wuppertals erste Adresse. Nach der Entscheidung für den Hotelbau ging dann alles ganz schnell: 1928 wurde ein Entwurf des Berliner Architekturbüros Bielenberg & Moser ausgewählt, dessen Gebäude noch heute das Stadtbild der Hauptstadt prägen – so wie unter anderem das für die innerdeutsche Geschichte bedeutsame Deutschlandhaus. Nur ein Jahr später, 1929, begannen dann die Bauarbeiten am Wuppertaler Hof. Und am 2. Mai 1931 war es schließlich so weit: die Eröffnung – ein großes medienwirksames Ereignis. Und das zu Recht, denn der Wuppertaler Hof hatte so einiges zu bieten: 70 Zimmer, eine Konditorei, ein Klubzimmer, eine Bierstube, eine Bar und ein Restaurant, das zu den besten in ganz Wuppertal zählte. Die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs setzten dem jedoch ein jähes Ende. 1943 brannte das Hotel nach einem Bombenangriff vollständig aus. 77

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