72 › stadtentwicklung FORTSCHRITT › Wo entwickeln wir uns hin? Diese Frage steht im Zentrum der Stadtentwicklung. Sie reagiert auf aktuelle Veränderungen und versucht zugleich, künftige Bedarfe frühzeitig zu erkennen. Ein Beitrag von Gunnar Ohrndorf, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen und Mobilität. Stadtentwicklungskonzepte helfen dabei, den Blick nach vorn zu richten und Antworten darauf zu finden, welche gesellschaftlichen Anforderungen die Städte von morgen prägen werden. Damit einher geht eine Vision. Denn Stadtentwicklung vollzieht sich nicht von heute auf morgen, sondern in Zeiträumen von zehn bis zwanzig Jahren. Umso wichtiger ist es, die richtigen Voraussetzungen zu schaffen und Schwerpunkte zu setzen – beispielsweise in den Bereichen Mobilität, Klimaschutz oder Grünflächenentwicklung. Daraus ergeben sich wiederum konkrete Herausforderungen. Zu den größten Aufgaben zählt die Schaffung von Wohnraum. Gleichzeitig gilt es, brach liegende Flächen und leer stehende Gebäude wieder zu aktivieren, anstatt neue Flächen im Außenbereich zu erschließen. Hier gilt der Planungsgrundsatz: Innenentwicklung vor Außenentwicklung. Genau hier setzt die Quartiersentwicklung an: Sie ergänzt den gesamtstädtischen Blick um konkrete Lösungen im unmittelbaren Lebensumfeld der Menschen. Während die Stadtentwicklung den strategischen Rahmen vorgibt, werden ihre Ziele auf Quartiersebene sichtbar und erlebbar. Dabei sind kommunale Wohnungsunternehmen wie die gwg wuppertal unverzichtbar. Sie stoßen Veränderungen durch konkrete Projekte an. Sie schaffen bezahlbaren Wohnraum, sind Motor der Quartiersentwicklung und tragen dazu bei, dass die notwendige Infrastruktur sowie wichtige Angebote vor Ort entstehen – das ist die Voraussetzung für lebendige Quartiere. Gerade bei Projekten, die in erster Linie dem Gemeinwohl dienen, übernehmen sie besondere Verantwortung. Mit ihrem gesellschaftlichen und sozialen Engagement spielt vor allem die gwg wuppertal hier eine besondere Rolle. Diese Verantwortung zeigt sich auch im Umgang mit dem Gebäudebestand. Die Modernisierung bestehender Bausubstanz schont Ressourcen, vermeidet zusätzliche CO2-Emissionen und trägt dazu bei, den Charakter gewachsener Stadtquartiere zu bewahren. Wie beispielhaft die Sanierung des Wohnparks Schellenbeck oder des Wuppertaler Hofs zeigt, lassen sich bestehende Gebäude hervorragend für neue Anforderungen fit machen. Als städtische Tochtergesellschaft ist die gwg wuppertal dabei ein verlässlicher Partner, der die kommunalen Ziele kennt und hochwertige Projekte umsetzt. Dadurch folgt Quartiersentwicklung nicht allein wirtschaftlichen Interessen, sondern leistet zugleich einen nachhaltigen Beitrag zur Lebensqualität in Wuppertal.
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