Unternehmensbericht 25/26

6 ZUKUNFT › › vorwort Gemeinsam mit Mut und Pragmatismus. OLIVER ZIER, GESCHÄFTSFÜHRER Gerne würde ich an dieser Stelle berichten, dass sich die Rahmenbedingungen für die Wohnungswirtschaft spürbar verbessert haben. Stattdessen bremst die anhaltende Überregulierung auf nationaler und europäischer Ebene nach wie vor dringend benötigte Investitionen in Modernisierungen und Neubau aus. Zwar deuten erste Entscheidungen auf Verbesserungen bei der Regulatorik hin – für eine echte Trendwende braucht es jedoch eine Rückkehr zum guten und günstigen Bauen. Als kommunale Wohnungsbaugesellschaft mit Gemeinwohlorientierung können und wollen wir jedoch nicht abwarten, bis die notwendigen Reformen greifen. Wir arbeiten mit großem Engagement an verschiedenen Projekten – von umfangreichen Vorhaben wie dem Wohnpark Schellenbeck bis hin zur Modernisierung einzelner Wohnungen. Dabei verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz und planen Investitionen so, dass die Balance zwischen sozialer Verantwortung, Klima- und Umweltschutz sowie wirtschaftlichem Erfolg gewahrt bleibt. Gerade unter den derzeit noch schwierigen Rahmenbedingungen kommt es auf Synergien und die enge Zusammenarbeit der Akteure an, die für bezahlbaren Wohnraum sorgen. Nur so können wir den vielfältigen Anforderungen an gutes und günstiges Bauen und Modernisieren gerecht werden. Denn wir brauchen beides: zukunftsfähige Bestände und Neubau, der Wohnraum schafft und Wohnformen bietet, die den künftigen Bedürfnissen der Mieterinnen und Mieter gerecht werden. Ohne die Nutzung von Fördermitteln wäre die Erfüllung der Nachhaltigkeitsziele – sozial, ökologisch und wirtschaftlich – nicht denkbar. Dazu braucht es Kapitalgeber und eine wirkungsvolle Förderlandschaft auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene. Besonders wichtig ist die sehr gut aufgestellte öffentliche Wohnraumförderung des Landes NRW. Sie ermöglicht unter anderem die Transformation ganzer Quartiere, ohne unerwünschte Verdrängungseffekte. Auch die Bundesförderung der KfW leistet einen wichtigen Beitrag, auch wenn sich deren Förderbedingungen zuletzt deutlich verschlechtert haben. Ein positives Beispiel für die Wirksamkeit guter Förderkulissen ist das erste Haus in unserem Wohnpark Schellenbeck. Die vorhandene Bausubstanz konnte erhalten und in einen völlig neuen Zustand versetzt werden – sozusagen „from grey to gold“. Durch eine umfassende Modernisierung wurde die Energiebilanz des Hochhauses drastisch verbessert. Aber auch der Wohnwert konnte durch einen umfassenden Mix von Maßnahmen deutlich gesteigert werden. Allen voran stellen aber die neuen Panoramabalkone ein absolutes Novum für den Mietwohnungsbau dar und tragen dazu bei, dass sich die Menschen im Quartier das ganze Jahr über wohl in ihrem neuen Zuhause fühlen. Im Frühjahr feierten wir die Fertigstellung des ersten von vier Hochhäusern der Anlage und die Rückkehr unserer Mieterinnen und Mieter. Für die Modernisierung mussten sie ihr vertrautes Zuhause verlassen – mit der Zusage, nach Abschluss der Arbeiten wieder zurückkehren zu können. Dieses Mieterversprechen ist für uns eine Selbstverständlichkeit und Ausdruck unserer Verantwortung für ein gutes Zuhause. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben dabei Hand in Hand gearbeitet und die Bewohnerinnen und Bewohner persönlich begleitet. Unser Dank gilt den Menschen im Quartier, die allzeit konstruktiv mit uns den Weg durch den ersten Abschnitt dieses aufwändigen Projekts gegangen sind – im besten Sinne gemeinsam mit Mut und Pragmatismus. Ihr Oliver Zier

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