GEMEINSCHAFT › „Was hier entstanden ist, ist mehr als eine technische Lösung – es ist ein starkes Zeichen für gelebte Energiewende. Gemeinsam haben gwg und WSW in den Bestandsgebäuden ein modernes, zukunftsweisendes Wärmekonzept umgesetzt, das Klimaschutz und Versorgungssicherheit intelligent verbindet.“ MARKUS HILKENBACH, WSW-VORSTANDSVORSITZENDER 28 › stadt und quartier Die Wärmewende wird im Bestand entschieden. Der Gebäudesektor verursacht einen erheblichen Anteil des Energieverbrauchs und der Treibhausgasemissionen – EUweit rund 35 bis 42 Prozent. Die Wärmewende ist daher ein zentraler Baustein der Energiewende. Mit rund 5.600 Wohnungen gehört die gwg wuppertal zu den größten Wohnungsbestandshalterinnen der Stadt und trägt eine besondere Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung des Gebäudebestands. Entsprechend richtet sie ihren Fokus konsequent auf eine klimafreundliche und zukunftsfähige Wärmeversorgung. Mit der planmäßigen Umsetzung des Projekts „300toZero“ hat die gwg einen wichtigen Meilenstein auf ihrem Klimapfad erreicht. Gleichzeitig zeigt das Projekt, wie sich die Wärmewende im Wohnungsbestand praxisnah, wirtschaftlich und sozial verträglich umsetzen lässt. Einblick in die Zukunft. Bereits 2026 sollen rund 100 weitere Wohneinheiten in zwei Quartieren auf eine klimafreundlichere Wärmeversorgung umgestellt werden. Zudem betreiben die WSW neben dem zentralen Fernwärmenetz Nah- und Quartiersnetze, bei denen mehrere Gebäude über eine gemeinsame Erzeugungsanlage mit Wärme versorgt werden. Statt jedes Gebäude einzeln auszustatten, wird die Wärme zentral erzeugt und über ein Wärmenetz verteilt. Gerade in dicht bebauten Quartieren bietet dieses Konzept große Vorteile. Wo Platz für zahlreiche Außengeräte fehlt oder diese aus städtebaulichen Gründen nicht gewünscht sind, kann eine zentrale Wärmepumpenanlage mehrere Gebäude effizient versorgen. Das spart Fläche, erleichtert die Integration in bestehende Quartiere und schafft wirtschaftliche Lösungen für den Gebäudebestand. Für die Projektpartner steht fest: Die Wärmewende gelingt durch eine Kombination aus Modernisierung und intelligentem Systemwechsel. Gerade im Gebäudebestand sind pragmatische, wirtschaftliche und skalierbare Lösungen der Schlüssel zum Erfolg. Denn die Wärmewende braucht nicht die perfekte Lösung – sondern Lösungen, die heute funktionieren und morgen weiterentwickelt werden können.
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