Unternehmensbericht 25/26

88 › stadtentwicklung Offene Raumkonzepte, Desksharing und innovative Prozessgestaltung stehen exemplarisch für den Wandel hin zu modernen Arbeitswelten in der Verwaltung. Was diese Entwicklung für das Jobcenter und die Stadt bedeutet und wie die Zusammenarbeit mit der gwg wuppertal verlief, darüber berichten Kristin Degener, Vorstandsvorsitzende, und Dr. Andreas Kletzander, Vorstand Arbeitsmarktintegration und Finanzen, Jobcenter Wuppertal. ENGAGEMENT › Bundesbahndirektion gesammelt haben, sind in die Modernisierung des Wuppertaler Hofs eingeflossen und haben auch weiterhin Einfluss auf die Gestaltung der Arbeitsplätze. Dass diese neuen Arbeitswelten ausgerechnet an diesen drei Standorten entstanden sind, ist kein Zufall. Die Bundesbahndirektion, die ehemalige Luhns Seifenfabrik und der Wuppertaler Hof sind prägende Gebäude des Wuppertaler Stadtbildes, die ihre ursprüngliche Funktion verloren haben. Sie mit neuem Leben zu füllen und zu zeigen, welches Potenzial in historischer Bausubstanz steckt, ist weit mehr als eine Frage der Raumnutzung. Es ist ein Beitrag zur Stadtent- wicklung und zugleich ein positives Signal für Wuppertal. Schon 2012 haben wir uns als Jobcenter bewusst für die kommunale Organisationsform entschieden. Damit verbunden ist auch das Selbstverständnis, Verantwortung für die Entwicklung der Stadt zu übernehmen. Für uns bedeutet das, uns aktiv in das städtische Leben einzubringen. Dazu gehört auch, unsere eigenen Raumbedarfe mit den Zielen der Stadtentwicklung zu verknüpfen. Die klassische Verwaltung ist geprägt von festen Arbeitsplätzen, Einzelbüros und klar definierten Beratungsräumen. Wie sich diese Strukturen weiterentwickeln lassen, damit beschäftigen wir uns als Jobcenter Wuppertal bereits seit vielen Jahren. Inspiration holten wir uns unter anderem aus den Niederlanden, wo moderne Arbeitswelten in der Verwaltung schon früh erprobt wurden. Dabei wurde deutlich, dass solche Konzepte nicht eins zu eins auf die eigene Situation übertragbar sind. Daher haben wir unsere Mitarbeitenden in Planungen aktiv mit einbezogen und die Entwicklung neuer Arbeitswelten an unsere organisationalen Bedürfnisse angepasst. Das daraus entstandene Konzept basiert dabei auf drei wesentlichen Säulen: flexible Arbeitsplatzmodelle ohne feste Schreibtische, eine klare Trennung von Front- und BackofficeBereichen sowie unterschiedliche Raumtypen für verschiedene Arbeitsformen. Die Überführung dieses Konzeptes in eine konkrete Arbeitsplatzgestaltung ist dabei jedoch ein fortlaufender Lernprozess. Erfahrungen und Erkenntnisse, die wir in unseren Geschäftsstellen an der Schwarzbach und in der

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