57 Bei Joachim Walberg dreht sich vieles um das Prinzip des „Weniger“. So besitzt er beispielsweise jeweils nur zwei Hosen, eine für den Sommer und eine für den Winter. „Mehr brauche ich nicht“, sagt er ganz selbstverständlich, „ich kann ja eh nur eine tragen.“ Diese Lebensphilosophie war und ist ein Prozess: „Je weniger ich besitze, desto unabhängiger bin ich.“ Wie konsequent er diesen Gedanken lebt, zeigte sich bei seinem Umzug: Während der Sanierung seines Wohnhauses zog er, wie viele andere Mieter:innen, in einen der Riegelbauten. Das war für ihn kein Problem. Ein Umzugswagen war nicht nötig. Seine Habseligkeiten transportierte er mit einem Bollerwagen und verschenkte bei dieser Gelegenheit auch seinen Herd an einen Umzugshelfer. Seitdem reicht ihm eine Elektroplatte. Sein Wahlspruch: „Ich möchte wohnen, wie andere campen.“ Herrn Walbergs Minimalismus ist zugleich nachhaltig: Er konsumiert weniger, verschenkt Dinge, die er nicht mehr braucht, und hat ganz bewusst kein Auto. Dabei endet der Gedanke der Nachhaltigkeit nicht an seiner Wohnungstür. Auch bei der aktuellen Modernisierung des Wohnparks Schellenbeck spielt der bewusste Umgang mit Ressourcen eine große Rolle. Genau wie bei Herrn Walbergs minimalistischem Lebensstil steht Effizienz hier an erster Stelle. Durch die Modernisierung wird der Energieverbrauch der Häuser deutlich reduziert. Die verglasten Panoramabalkone senken die Wärmeverluste auf ein Minimum und schaffen gleichzeitig zusätzlichen Wohnraum. Die ersten Wohnungen sind im April fertig geworden – darunter auch Joachim Walbergs neues Zuhause. Mit der zeitweisen Umsiedlung während der Bauarbeiten und dem Ergebnis der Sanierung ist er sehr zufrieden: „Das hat die gwg richtig gut gemacht.“
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