50 › quartiersentwicklung Da die Sanierung im bewohnten Zustand technisch nicht durchführbar ist, müssen die Bewohner:innen ihre Wohnungen verlassen, während die gwg wuppertal sie mit Ersatzwohnungen, Umzugshilfen und Renovierungszuschüssen aktiv unterstützt und den Rückzug ins Quartier ermöglicht. Während das erste fertiggestellte Hochhaus inzwischen wieder bewohnt wird, laufen in den nächsten beiden die Vorbereitungen für den Umbau – Abbrucharbeiten, Entkernung und Schadstoffsanierung. Die weiteren zwei Häuser sollen zeitversetzt, teilweise parallel folgen. „Aufgrund der Baugleichheit der Punktbauten erlaubt uns diese Vorgehensweise, Erfahrungen aus dem einen Gebäude ins nächste einfließen zu lassen“, erklärt Matthias Abend. „So können wir zudem die Gewerke vor Ort effizienter einsetzen und somit den Ablauf beschleunigen.“ Nach der Fertigstellung der Punktbauten innerhalb von insgesamt ca. fünf Jahren folgen die Riegelbauten, für die unter anderem Dachaufstockungen gewünscht, jedoch die Planungen noch offen sind. INNOVATION › Der Energiebedarf der Gebäude soll mit Blick auf die Vorgaben zur Klimaneutralität deutlich gesenkt werden. Das Rückgrat der Transformation sind eine energetische Sanierung der Fassaden mit Wärmedämmung auf Effizienzhaus-55-Standard, gläserne Panoramabalkone, die sich wie eine thermische Zone um die Gebäudehülle legen, inklusive neuer hochwertiger Fenster. Hinzu kommen die Installation von Begrünungen und Photovoltaikanlagen auf den Dächern, eine Erneuerung der technischen Infrastruktur innerhalb der Gebäude wie z. B. Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung oder hydraulische Wohnungsstationen zur Warmwasserversorgung sowie der Umstieg von fossilen Brennstoffen auf Geothermie und Wärmepumpen bei der Heizung. Der Anspruch ist nicht weniger, als ein zukunftsfähiges, lebenswertes Quartier mit bezahlbarem Wohnraum zu entwickeln. Neuerungen im Fokus: digitale Klingelanlage mit Paketboxen, Wärmedämmung auf Effizienzhaus-55-Standard und Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.
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