16 |TIPPS Gerade in Familien mit Kindern sammelt sich schnell viel an. Nicht alle wollen ganz konsequent den Minimalismus leben, aber sehnen sich doch oft nach mehr Ordnung. Hast du konkrete Tipps? „Ja, auf jeden Fall! Man muss keine Minimalistin oder Minimalist werden, um die Vorteile von weniger Besitz in das eigene Leben einzubauen. Als Familie besitzt man nun mal ein paar mehr Dinge als ein Single-Haushalt. Das ist völlig normal, und gleichzeitig ist gerade hier so viel Potenzial für ein leichteren und entspannteren Alltag. Als Familie würde ich auf jeden Fall immer im Wohnbereich beginnen mit dem Aussortieren von Bereichen, die jeden Tag genutzt werden und den Alltag erleichtern. Also zum Beispiel in der Küche, oder im Eingangsbereich mit Schuhen und Jacken. Die oberste Frage beim Aussortieren ist immer: Nutze ich diese Sache wirklich? Ist es etwas, ohne das ich nicht leben könnte? Würde ich es wieder kaufen, wenn es weg wäre? Also ganz konkret: Beim Aussortieren von Alltagsbereichen würde ich auf jeden Fall von innen nach außen Platz schaffen. Ansonsten wäre es nur oberflächliches Aufräumen.” Kurz und knapp! ORDNUNG: Ich besitze nur noch, was ich wirklich nutze und liebe. Das schafft Ordnung. AUSSORTIEREN: Nutze ich das? Würde ich es vermissen? Müsste ich es wieder kaufen? BEWUSSTER KONSUM: Ich wähle genauer aus, was ich wirklich brauche, und bin zufriedener. Was sind die drei größten Vorteile aus deiner Sicht, wenn wir unseren Besitz reduzieren? „Ich würde sagen: mehr Ordnung, mehr Zeit und mehr Zufriedenheit. Mit dem letzten Punkt rechnen die wenigsten. Ich bezeichne das in meiner Arbeit oft als „innere Leichtigkeit“. Es ist die Kombination aus weniger Aufgaben durch weniger Besitz und weniger bzw. bewussterem Konsum. Zusätzlich kultivieren wir viel mehr Wertschätzung für das, was wir besitzen. Wir nehmen die Dinge bewusster wahr, pflegen sie besser und entwickeln auch eine besondere Art Dankbarkeit. Weniger, aber besser. Wir wählen genauer aus, was wir wirklich brauchen, und dadurch passt es auch besser zu uns und unserem Alltag. Wir sind zufriedener, weil wir nicht länger denken, irgendwo gäbe es noch etwas Besseres. Aussortieren befreit von Ansprüchen und inneren und äußeren Verpflichtungen. Ich kann es nur jedem empfehlen, diesen Weg zu gehen. Jede Sache weniger befreit und schafft Freiraum für das Wichtige im Leben.” Mehr Infos unter: einquadratmeter.com
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