Tür an Tür - Sommer 2026

AUF DAS WESENTLICHE KONZENTRIEREN. Seit seinem Umzug in unsere Stadt ist er gwg-Mieter: der Wohnpark Schellenbeck (Agnes-Miegel-Straße) ist sein Zuhause. Glücklich ist er dort auf 35 m², denn mehr braucht er nicht zum Leben. Joachim Walberg bezeichnet sich selbst als Freiräumer, der sich auf das Wesentliche konzentriert. Ganz eng verbunden ist dieser Ansatz mit dem Minimalismus, einem Lebens-stil, der das „Weniger“ in den Mittelpunkt stellt: also wenig materiellen Besitz. LEBENSPHILOSOPHIE ALS PROZESS. Herrn Walberg besitzt jeweils zwei Hosen, für Sommer und Winter. „Mehr brauche ich nicht“, sagt er ganz selbstverständlich, „ich kann ja eh nur eine tragen.“ Ein Blick in seinen Schrank zeigt: Hier ist alles auf ein Minimum reduziert – aber es reicht. Es geht ihm darum, sich bewusst zu entscheiden und sich nicht von viel Besitz vom Wesentlichen des Lebens ablenken zu lassen. Diese Lebensphilosophie war und ist ein Prozess. Noch vor 10 Jahren besaß er einen 4-türigen Schrank voller Kleidung und unzählige Bücher. „Das brauche ich heute nicht mehr – je weniger ich besitze, desto unabhängiger bin ich.“ WENIGER IST MEHR LEBEN. Während der Modernisierung seines Wohnhauses ist er, wie viele andere Mieter:innen, in eine Ersatzwohnung im Quartier umgezogen. Das war für ihn kein Problem. Ein Umzugswagen war nicht nötig. Den Umzug hat er mit einem Bollerwagen gemacht. Bei dieser Gelegenheit hat er seinen Herd an einen Umzugshelfer verschenkt. Ihm reicht seitdem eine Elektroplatte. Sein Motto: „Ich möchte wohnen, wie andere campen.“ NACHHALTIG WOHNEN AN DER SCHELLENBECK. Herr Walbergs Minimalismus ist nachhaltig: Er konsumiert weniger, verschenkt Dinge, die er nicht mehr braucht, und hat ganz bewusst kein Auto. Dabei endet der Gedanke der Nachhaltigkeit nicht an seiner Wohnungstür. Auch bei der aktuellen Modernisierung des Wohnparks Schellenbeck spielt der bewusste Umgang mit Ressourcen eine große Rolle. Genau wie bei Herrn Walbergs essenzialistischem Lebensstil steht Effizienz hier an erster Stelle. Durch die Modernisierung wird der Energieverbrauch der Häuser deutlich reduziert. Eine verglaste Vorhangfassade senkt die Wärmeverluste auf ein Minimum und schafft gleichzeitig zusätzlichen Wohnraum. Die ersten Wohnungen sind im April fertig geworden – darunter auch Joachim Walbergs neues Zuhause. Mit der zeitweisen Umsiedlung während der Bauarbeiten und dem Ergebnis der Modernisierungsarbeiten ist er sehr zufrieden: „Das hat die gwg richtig gut gemacht.“ Foto: Uwe Schinkel. AUS DEM QUARTIER | 13

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