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Balkone machen Modellhaus für Mieter noch attraktiver

Potenzial ungenutzter Altbauten: 65 000 Euro investiert die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft in die Balkone. Außerdem wird am Innenausbau gearbeitet.

Foto: Quartierentwicklung

Mit einem Kran wurden die Gerüste für die Balkone über das Haus Sedansberg 85 gehoben.

Sedansberg. Würden Sie in diese Altbauwohnung einziehen? Dies Frage hätten Wohnungssuchende vor ein paar Monaten bei der Besichtigung des Gebäudes Sedansberg 85 noch mit einem glatten „Nein“ beantwortet. Doch inzwischen dürfte das Urteil anders ausfallen. Noch ist die Renovierung der Wohnungen nicht abgeschlossen, aber es zeichnet sich ab, dass das Gebäude am Sedansberg in zentraler Lage mit modernen Bädern, Gärten und Balkonen schon bald wieder attraktiven Wohnraum bieten wird.

Das Potenzial ungenutzter Altbauten in der Stadt will die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft (GWG) in Kooperation mit dem Büro für Quartier Entwicklung (WQG) beispielhaft nutzen. Innerhalb einer sechsmonatigen Bauzeit soll das Haus komplett umgebaut und damit zukunftsfähig gemacht werden.

Doch es wird nicht nur renoviert und modernisiert. Auf dem Wunschzettel vieler Mieter steht der Balkon. Diesem Wunsch wird Rechnung getragen, indem jede der acht Wohnungen mit einem zusätzlichen Balkon bestückt wird. Mit einem Riesenkran wurden die 3,5 Meter x 2 Meter großen und 800 Kilogramm schweren Bodenbelagplatten aus Aluminium kurzerhand über das Haus Sedansberg 85 gehoben. Die gesamte Aktion wurde von Oliver Eichenberg mit einer Drohne gefilmt.

„Die Anbringung der Balkone stellt natürlich eine erhebliche Zusatzinvestition von rund 65 000 Euro dar, aber die Balkone bringen eine deutliche Attraktivitätssteigerung für die Wohnungen mit sich. Daher haben wir uns bewusst für dieses Qualitätsmerkmal entschieden – und durch die höhere erzielbare Miete wird die Investition auch in angemessener Zeit amortisiert“, sagt GWG-Geschäftsführer Oliver Zier.

Zurzeit arbeiten Tischler, Trockenbauer, Fliesenleger, Maler und Elektriker zeitgleich auf der Baustelle am Innenausbau. Die Verbindung zum Obergeschoss in den Maisonettwohnungen ist durch den Einbau von innenliegenden Treppe bereits geschaffen. Die größten Fortschritte beim Innenausbau sind in den Bädern zu erkennen, die vor dem Beginn der Arbeiten in einem bedenklichen Zustand waren. Die zukünftigen Badezimmer und Gästebäder sind hell und freundlich gestaltet, die Fenster weisen zur Rückseite des Hauses nach Westen hin. Dabei kommt die Funktionalität nicht zu kurz, denn neben dem Platz für Badewanne und Dusche sind auch Stellflächen und Anschlüsse für Waschmaschine und Trockner vorgesehen.

In Wuppertal stehen nach Schätzungen bis zu 12 000 Wohnungen leer. Darunter sind vor allem Altbauten, die in die Jahre gekommen sind. Mit ihrem Musterhaus wollen die GWG und das Büro für Quartier Entwicklung Vorbild und Ratgeber vor allem auch für private Hausbesitzer sein. Dem Ideenreichtum der Planer sind allerdings in manchen Fällen auch Grenzen gesetzt. So müssen alle Maßnahmen am Sedansberg, die in weiteren Schritten auf das gesamte Ensemble der Häuser 79 bis 85 ausgeweitet werden sollen, mit dem Denkmalschutz abgestimmt werden. Deshalb war der Einbau eines Aufzugs, den die GWG ins Auge gefasst hatte, nicht möglich.

Um die Baustelle für die Öffentlichkeit visuell zugänglich zu machen, dokumentiert die Wuppertaler Quartierentwicklungs GmbH (WQG) alle wesentlichen Baufortschritte. Begleitend ist nach dem Start der Bauarbeiten eine Facebook-Seite gestartet , worüber sich die Nutzer sozialer Netzwerke über den jeweiligen Stand der fortlaufenden Arbeiten informieren können.

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