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„Kunst und Kultur verbessern die Lebensqualität“


GWG-Geschäftsführer Oliver Zier zu Gast beim engels-Kreis 

Bei der traditionellen Start-Umfrage des engels-Kreises zum Thema WOHNART gingen am vergangenen Donnerstagabend (23. April) alle Hände hoch, als engels-Redakteur und Moderator Florian Schmitz (Foto: 3.v.l.)die Einstiegsfrage stellte: „Wer glaubt, dass man in Wuppertal gut wohnen kann“? Dass Wuppertal lebenswert ist, darin waren sich alle Teilnehmer einig. Bereits zum sechsten Mal hatte das engels-Magazin eingeladen, um in der Wohlfühlatmosphäre des Café Ada mit Experten und Privatleuten über das Thema der letzten Ausgabe zu diskutieren. Die Teilnehmer kamen aus allen Bereichen: Andreas Mucke vertrat das Büro für Quartierentwicklung, Ricarda Baltz (Foto: 2. v.l) und Holger Wanzke den Gutachterausschuss für Grundstückswerte, GWG-Geschäftsführer Oliver Zier (Foto links) vertrat das Immobilienunternehmen. Vom Verein Aufbruch am Arrenberg erklärte Christoph Hinz, wie der Aufschwung in einem Quartier zu schaffen ist. Die freie Dramaturgin Uta Atzpodien, Dagmar Beilmann von der Börse sowie Autorin und Fotografin Ava Weis brachten ihre kulturpolitische Sicht auf die Stadtentwicklung in die Diskussion ein. Mit dabei war wie immer auch engels-Chefredakteurin Maxi Braun.

Seit dem Song des Rappers meelman, der 2010 reimte, dass Wuppertal nicht wirklich hübsch anzuschauen und eine sterbende Stadt sei, hat sich viel getan. Das wurde in der Diskussion immer wieder thematisiert: „In den letzten zwei bis drei Jahren wurden vermehrt Kaufverträge abgeschlossen und die Preise angezogen, auch in stagnierenden Bereichen“, sagte Ricarda Baltz, die mit dem jährlichen Grundstücksmarktbericht regelmäßig belastbare Zahlen zum Immobilienmarkt der Stadt vorlegen kann. „Seit ich 2006 aus Hamburg nach Wuppertal gekommen bin, hat sich viel verändert. Oft wurde ich gefragt, wie ich nur dort hinziehen kann. Es gibt hier aber eine Kultur, die von unten wächst. Das wirkt sich auf die Stadtteile aus“, sagte Uta Atzpodien.

Ein Stadtteil, der als Leuchtturm gilt, ist der Arrenberg. Mehrere Unternehmer hatten sich dort zusammengeschlossen, um als Initiative mehr erreichen zu können. „Menschen aus Düsseldorf oder Köln betteln bei uns um Mietobjekte“, drückte Christoph Hinz den Erfolg des Vereins Aufbruch am Arrenberg aus. Sind Privatinitiativen der Schlüssel? „Auf jeden Fall sind sie ein Glücksfall für Unternehmern wie die GWG. Sie funktionieren aber nicht überall. Und sie sind nicht nachhaltig, wenn die Stadt sie von oben aufstülpt“, sagte Oliver Zier. „Das bürgerschaftliche Engagement kann auch nicht immer tatkräftig gefördert werden, weil es bei der Stadt Personalengpässe gibt“, brach Holger Wanzke eine Lanze für die Mitarbeiter der Stadtverwaltung Wuppertal. Es muss eben gespart werden.

Eine Situation, die die Kulturschaffende Dagmar Beilmann kennt. Trotzdem will sie nicht aufgeben, wenn das Geld fehlt. „Initiativen haben die Möglichkeit, eine Art Utopie selbst zu gestalten. Das geht besonders, wenn sich eine Verbindung zur Stadt und der Wirtschaft knüpfen ließe“, sagte Beilmann, die hinzufügte: „Kunst und Kultur verbessern die Lebensqualität in einer Stadt“. Uta Atzpodien und Holger Wanzke entwickelten gleich die Idee, auf die schönen Seiten der Stadt doch einmal per Fotowettbewerb zu „Wuppertals Ausblicken“ aufmerksam machen zu können. Es ginge sowieso um viel mehr als um das reine Wohnen, sagte Oliver Zier. „Es geht um das urbane Leben an sich, und wie wir uns gemeinsames Leben vorstellen“.

Andreas Mucke findet diese Zusammenhänge immer wieder bei den Bürgerabenden, die das Büro für Quartierentwicklung regelmäßig in den Stadtteilen abhält. „Zuerst werden Probleme gewälzt. Dann versuchen wir, sie zu lösen. Meist geht es um Kleinigkeiten wie volle Mülleimer und Hundedreck. Das kriegt die AWG schnell in den Griff, und dann entwickeln die Teilnehmer oft direkt gemeinsam weitere Ideen“, sagte Mucke. Es sei vor allem wichtig, engagierten Menschen keine großen Hürden in den Weg zu stellen, sondern sie zu ermutigen, sagte Mucke.

Der sechste engels-Kreis endete mit einem kleinen Wunschkonzert. Wenn jeder Teilnehmer einen Wunsch frei hätte, welchen Schandfleck würde er dann aus der Stadt tilgen oder verbessern? Genannt wurden unter anderem das leerstehende Haus an der Marienstraße, das zuletzt besetzt wurde, die nicht genutzten Wohneinheiten in der Weinbergstraße - laut Holger Wanzke eine „Nichtwohnlage“ -, die ehemalige Brauerei Bremme, der alte Bunker an der Schwelmer Straße in Langerfeld, die Brandruine an der B7 neben der Waschstraße oder das Versorgungsamt Unterbarmen. „Das sollte man lila anmalen“, schlug Ava Weis vor.

(Foto: Ava Weis, Text: Florian Schmidt. Weitere Fotos auch auf facebook)

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