Modernisierung läuft auf Hochtouren
In vollem Gange sind derzeit die Modernisierungsarbeiten am sechsstöckigen Gebäude in der Amselstraße 23. In dem auffälligen „Hochhaus“ aus den 20er Jahren entstehen Komfort- Wohnungen in Größen zwischen rund 37 und 100 Quadratmetern. Das gesamte Haus wird wärmegedämmt und mit modernster Technik ausgestattet. Das alte Treppenhaus wird aus dem Gebäude herausgelöst und davor direkt neben der Eingangstür mit einer verglasten Front neu angebaut, so dass im ehemaligen Treppenhaus ein Aufzug Platz findet. Auf diesem Weg sind alle Wohnungen ohne lästiges Treppensteigen zu erreichen.
Die insgesamt zehn Mietwohnungen bekommen eine hochwertige Innenausstattung mit Parkettböden und Fliesen. Die Bäder sind sowohl mit einer Badewanne als auch mit einer bodengleichen Dusche ausgestattet. In den größeren Wohnungen gibt es separate Ankleidebereiche neben den Schlafzimmern und ein zusätzliches Gäste WC. Zwei der drei Erdgeschosswohnungen haben großzügige Terrassen, alle anderen verfügen über einen Balkon. Aus der rund 77 Quadratmeter großen Dachgeschosswohnung haben die zukünftigen Mieter einen wunderbaren Blick über Wuppertal. Und trotz aller Bauarbeiten wird das Gebäude seinen „Sedansberg-Charme“ genauso behalten wie die arkadenartigen Fenster im Erdgeschoss. Grundrisse und weitere Infos gibt es HIER.

Geschichtsträchtig
„Köhlerturm“ hieß das prägnante Hochhaus in der Amselstraße 23 im Volksmund kurz nachdem es 1921 gebaut wurde. Den Namen bekam das Gebäude durch den damaligen Wuppertaler Stadtbaurat Heinrich Köhler, der maßgeblich an der Gestaltung des Sedansberges mit seinen Wohnhöfen und Hausgruppen beteiligt war. Das „Hochhaus“ bildet eine Achse mit dem Barmer Rathaus und wenn man von den Bergen auf Lichtscheid Richtung Barmen blickt, kann man diese Achse auch heute noch wunderbar erkennen.
Im Erdgeschossbereich war schon gleich nach Baubeginn ein Kindergarten mit einem Hort untergebracht. Träger war die evangelische Kirchengemeinde. Nachdem der Kindergarten 2005 aus Kostengründen geschlossen werden musste, gab es verschiedene Überlegungen, was mit den Räumen geschehen sollte. Übergangsweise fand das Mehrgenerationenhaus der Caritas hier Heimat und es gab auch Überlegungen, die Räume bei der Gesamtmodernisierung des Gebäudes langfristig für das Mehrgenerationenhaus herzurichten. Da die Caritas nun aber in der Münzstraße ihr neues Zuhause finden wird, entstehen auch im Erdgeschoss neue Wohnungen.


